„Wenn du willst, dann kannst du jetzt schon mitspielen“, sagte der Violinist vom Hessischen Rundfunk zu Ian Thompson. Und so kam es, dass der 12.-Klässler schon beim ersten Stück, dem „Lied des Torero“ aus der Oper Carmen, mitspielte. Spontan. Mit den Profi-Musikern aus dem HR-Sinfonieorchester. Er habe keine Gelegenheit gehabt, nervös zu werden, meint Ian. „Ich kannte das Stück, habe es vor einem Jahr mal gespielt. Aber ich hatte es nicht für heute vorbereitet.“ Geübt hatte er etwas anderes, nämlich die Violinen-Stimme von Dvořáks Finale aus der 9. Sinfonie. Die sollte er später auch noch wie geplant spielen, gemeinsam mit sechs weiteren Schülerinnen und Schülern der Taunusschule und natürlich dem Profi-Orchester.
In jeder Spielzeit tauscht das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks den Konzertsaal mit Turnhallen und Schul-Aulen, um Schülern das Live-Erlebnis klassischer Musik in ihrem Alltagsumfeld zu bieten. Am vergangenen Donnerstag waren die Musiker zu Gast bei der Taunusschule und spielten vor rund 800 Schülerinnen und Schülern in der Kreissporthalle. Vorangegangen war eine intensive Vorbereitung des Auftritts, den Musiklehrerin Ute Landwich an Land gezogen hatte.
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