Helden der Arena

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Gladiatoren, die Helden der Arena. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich unser Lateinbuch ROMA auch mit diesem Thema auseinandersetzt. Um jedoch noch mehr über die Gladiatoren zu erfahren, hat sich die Lateingruppe der achten Klassen zunächst mit einem Lernzirkel zum Thema befasst und danach mit einer kreativen Projektarbeit.

Auf Spurensuche im Lernzirkel

Im Lernzirkel beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Herkunft der Spiele (munera), mit den unterschiedlichen Gattungen, dem Leben eines Gladiators, einem typischen Tag im Amphitheater und dem Ansehen der Gladiatoren. Hierbei gewannen die Schülerinnen und Schüler neue Erkenntnisse und konnten den fälschlichen Ansichten durch Film und Medien auf die Schliche kommen. Auch Selbstständigkeit und Eigenverantwortung wurden trainiert. Die Schülerinnen und Schüler hatten an jeder Station Wahlmöglichkeiten und auch ihre Hausaufgaben mussten sie sich selbst einteilen. So viel Eigenverantwortung war noch nicht so ganz jedermanns Sache, doch Übung macht den Meister, weshalb auch im Lateinunterricht diese Fertigkeit geschult und gefördert wird.

Selbstverständlich wurden während des Lernzirkels auch neue Vokabeln gelernt, „zu viele,“ wie manche Schüler behaupteten. Doch die spielerischen Übungen, die ebenfalls Gegenstand der Stationen waren, machten dann wiederum „viel Spaß, vor allem das Memory oder die Aufgabe, wo gezeichnet wurde.“ Insgesamt hat der Lernzirkel den meisten sehr gut gefallen, denn es war „toll, dass man sich frei einteilen konnte, wann man was bearbeitet“, wie eine Schülerin begründet.

Der Kreativität freien Lauf lassen

In der sich anschließenden Projektphase konnte das Gelernte kreativ umgesetzt werden. Diese Möglichkeit, sich „kreativ auszuleben,“ hat der Gruppe „extrem viel Spaß gemacht.“ Sie konnten sich entscheiden, ob sie einen informativen Stop-Motion-Film zu einem typischen Tag im Amphitheater drehen, einen Comic zum Leben eines Gladiators oder ein Lapbook zum Thema „Gladiatoren“ erstellen, ein Modell zum Kolosseum gestalten, in welchem die Besonderheiten des Gebäudes gut zur Geltung kommen, oder einen Brief schreiben, in welchem sie ausführlich über ihren Besuch im Kolosseum berichten und dabei auch auf das Gebäude selbst und die Ursprünge der Gladiatorenkämpfe eingehen. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler ganz nach ihren eigenen Neigungen und Talenten dem Thema „Gladiatoren“ widmen.

Alle haben ihr Bestes gegeben und können wirklich stolz auf ihre erschaffenen Werke sein, die Ausdruck der Persönlichkeit, aber auch des Wissenszuwachses sind.

Verborgene Talente

Die Produkte waren sehr vielfältig und haben die Heterogenität der Gruppe widergespiegelt. So manch einer entpuppte sich als grandioser Comiczeichner oder Architekt, andere als Regisseurin, Autorin oder Gestalter. Gerade das macht eine kreative Projektarbeit so wertvoll. Man erlebt die Schülerinnen und Schüler auf eine andere Art und Weise, erhält mitunter einen neuen Zugang zu ihnen. Und die Schülerinnen und Schüler können zeigen, welch verborgenen Talente in ihnen schlummern und nebenbei das Gelernte vertiefen und verinnerlichen. Eine reine Win-win-Situation!

(Text und Fotos: Verena Felkl)

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