Die Römer in der Antike
Was aßen die Römer? Wie verbrachten die Kinder ihre Freizeit? Wie schafften die Römer es, ohne unsere moderne Technik ein solch gewaltiges Imperium aufzubauen?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich die 6. Klassen der F- und G-Zweige in der Projektwoche.
Mit abwechslungsreichen Methoden vertieften und erweiterten die Schülerinnen und Schüler ihre im Geschichtsunterricht erlangten Kenntnisse. Es gab klassische Arbeitsblätter, doch viel beliebter waren die kreativen und spielerischen Mitmachangebote.

Spielerisches Lernen
Die Schülerinnen und Schüler konnten sich ihr eigenes Rundmühle-Spiel basteln, welches zudem noch als römischer Geldbeutel einsatzfähig ist. Ein weiteres römisches Kinderspiel, das bei der Lerngruppe sehr gut ankam, war der Knochenschwirrer. Wie der Name verrät, benutzten die Römer hierfür Knochen – nomen est omen. Doch viel leichter handzuhaben und deutlich tierfreundlicher ist der Knochenschwirrer aus Knöpfen, den wir bastelten.
Liebe geht durch den Magen
In der Schulküche durften die Schülerinnen und Schüler den Kochlöffel schwingen. Einfache römische Rezepte wurden nachgekocht und nachgebacken. Die römischen Brötchen, mustea genannt, die Honig-Mohn-Kugeln (globi), die heißen Kirschfladen und auch der gut gewürzte Schafskäseaufstrich (moretum) kamen bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an. So manch einer nahm sich ein Rezept mit nach Hause, um die Gerichte mit der Familie zubereiten zu können. Auch die einfache Bevölkerung des antiken Roms wusste eben schon, was schmeckt, auch wenn es nicht die exotischen Gerichte der römischen Oberschicht, wie beispielsweise gefüllte Schweineeuter, waren.

Teamgeist gefragt
Um noch tiefer in die Welt der Römer einzutauchen, entwarfen die Schülerinnen und Schüler ein Theaterspiel zu Gaius Julius Caesar und informierten sich gegenseitig in einem gallery walk über den Alltag der Römer. Hierfür schrieben sie ihre Drehbücher selbst und gestalteten äußerst informative und ansprechende Plakate.

Der Limes und die Saalburg
Ein Film brachte den Lerngruppen das Leben am Limes näher und der Bau eines Limesturms aus dickem Papier stellte für manch einen eine große Herausforderung dar. Wie musste der Bau eines echten Limesturms dann erst für die Römer selbst gewesen sein?
Mit all diesen erworbenen Kenntnissen ging es dann zur Saalburg. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, wie sich das Leben am Limes abgespielt hat. Ein Rallyebogen brachte die Schülerinnen und Schüler zu wichtigen Plätzen des Kastells, wiederholte aber auch einige Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler in den Tagen zuvor beschäftigt hatten, wie zum Beispiel die römischen Zahlen. Trotz Hitze kam die Exkursion zur Saalburg so gut an, dass für einen Schüler bereits ein Familienausflug zur Saalburg in den Sommerferien ganz oben auf der Wunschliste steht.
Eine coole Sache
Abschließend lässt sich sagen, dass vor allem die kreativen und spielerischen Angebote bei den Schülerinnen und Schülern äußerst beliebt waren und die kulinarische Stunde in der schuleigenen Küche das Highlight der Projektwoche dargestellt hat. Oder mit den Worten zweier Schüler:
„Die Woche war geil und das Römerthema war cool.“
(Text: Verena Felkl)



