Lateinausflug nach „Pompeji“ in Frankfurt

 

Schon lange träumen wir Lateiner der 9. und 10. Klassen davon, nach Rom oder Pompeji zu reisen. Nun endlich hatten wir die Chance dazu! Es ging zwar leider nicht ins reale Pompeji, aber immerhin zur immersiven Pompeji Ausstellung in Frankfurt a.M.

Jupiters Eingriff bedroht unsere Exkursion

Jupiter war uns nicht hold, weshalb unsere Exkursion wegen Glatteisgefahr und angeordnetem Distanzunterricht zunächst abgesagt werden musste. Fortuna, die römische Schicksalsgöttin, war uns zum Glück gnädiger gestimmt und erlaubte uns, unsere Exkursion zwei Tage später in Angriff zu nehmen.

So fuhren wir morgens mit dem Zug von Bad Camberg nach Frankfurt zur immersiven Ausstellung „Die letzten Tage von Pompeji“ in der Heddernheimer Landstraße.

Der erste Teil - Ausstellungsbereich

Zunächst gab es einen klassischen Ausstellungsbereich mit Artefakten, Nachbildungen und erklärenden Texten. Dort wurde gezeigt, wie die Menschen früher in Pompeji lebten und wie ihr Alltag aussah. Auf einer der vielen Informationstafeln wurde detailliert beschrieben, wie die Opfer des Vesuvausbruchs geborgen und konserviert wurden.

Dieser erste Teil war eher ruhig gestaltet, aber trotzdem interessant, da man einige Inhalte aus dem Lateinunterricht wiedererkennen konnte.

Der zweite Teil – Mit VR-Brillen ins Amphitheater

Im zweiten Teil befand sich ein Raum mit VR-Brillen. Dort konnte man im Sitzen unter anderem eine Streitwagenfahrt und einen Gladiatorenkampf erleben. Besonders spannend war, dass man die Szenen nicht nur beobachtete, sondern selbst mitten im Geschehen war. So konnte man im Amphitheater die Gladiatoren, aber auch eine Tierhetze (venatio) hautnah miterleben. Dann wurde das Amphitheater für eine Naumachie (Seeschlacht) geflutet und wir beobachteten das Seegefecht „unter Wasser“. Dass diese Programmpunkte jedoch nicht alle gleichzeitig stattgefunden haben, sondern es einen durchtakteten Tagesablauf im Amphitheater gab, hatten wir bereits im Lateinunterricht gelernt, als wir das Thema „Gladiatoren“ behandelt haben. Durch die VR-Brillen wirkten die Geschehnisse aber deutlich realistischer als Bilder oder Texte, und das Gelernte wurde nochmals auf eine andere Art und Weise verinnerlicht.

Ein Schüler fasste seine Eindrücke so zusammen:

 „Es war spannend, mit VR-Brillen ein wenig in die Vergangenheit zu tauchen.“ Ein anderer Schüler betonte zudem: „Die VR-Reise war etwas Besonderes, das man so nicht in der Schule machen kann.“

Der dritte Teil – Der Untergang Pompejis

Der dritte Teil der Ausstellung bestand aus einem sehr großen Raum, der an allen vier Wänden sowie auf dem Boden mit Beamern beleuchtet wurde. In diesem Bereich wurden die letzten Tage von Pompeji dargestellt. Man konnte sich hinsetzen und die Projektionen in Ruhe anschauen. Durch die Gestaltung und die bewegten Bilder entstand der Eindruck, selbst dabei zu sein, während der Vesuv ausbrach, die pyroklastische Welle sich der Stadt näherte und schließlich ganz Pompeji zerstörte.

Ein toller Tag geht zu Ende

Insgesamt war unsere Exkursion nach Pompeji aufgrund der An- und Abreise zwar sehr lang, dafür aber äußerst abwechslungsreich und interessant. Wir haben viele Kenntnisse aus unserem Lateinunterricht wiedererkannt und vertieft. Vor allem die immersiven Teile haben uns geholfen, uns das Leben im alten Pompeji noch besser vorzustellen.

(Text: Noah Pauly, Verena Felkl; Fotos: Verena Felkl)

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