Bald kommt das HR-Sinfonieorchester zu uns

Bis auf die Minute durchgeplant ist der Auftritt des HR-Sinfonieorchesters an der Taunusschule. Am kommenden Donnerstag ist es soweit: die gesamte Schulgemeinde versammelt sich in der Kreissporthalle, um dort sieben Stücke anzuhören, gespielt von einem der großen deutschen Sinfonieorchester. Und nicht nur das: Sechs Schülerinnen und Schüler der Taunusschule dürfen mitspielen mit den Profis, beim vorletzten Stück, Dvořáks Finale aus der 9. Sinfonie.
Vorangegangen sind mehrere Wochen der Planung: Zwischen dem Hessischen Rundfunk und der Schule gibt es seitenweise Absprachen, bis auf die Minute genau wurde ausgerechnet, wie lange das Orchester spielt, wie lange die Moderation zwischendurch dauert, wie lange danach noch Zeit ist, um kurz persönlich mit den Musikern zu sprechen. Von der Ankunft des LKWs mit der Bühnentechnik bis zum Konzertbeginn vergehen maximal 30 Minuten, der Reisebus mit den Musikerinnen und Musikern trifft 20 Minuten vorher ein. Die Hausmeister haben einen genauen Plan für Bühnenaufbau und Sitzplätze fürs Publikum erhalten. Technik und Catering stehen bereit. Die große Pause wurde verlegt, Klassenarbeiten, die für diesen Tag geplant waren, verschoben. Rund 900 Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, dieses Konzert mitzuerleben.
Besonders aufgeregt sind die jungen Musikerinnen und Musiker der Taunusschule, die gemeinsam mit dem großen Orchester auftreten dürfen. Musiklehrerin Ute Landwich, die das HR-Sinfonieorchester an die Schule geholt hat, hat drei Streicher ausgewählt, ihre Kollegin Meike Woyna drei Bläser. Die Schülerinnen und Schüler haben fleißig geübt, alleine zuhause, aber auch mit ihren Lehrerinnen in der Schule. Diese machten sich die Entscheidung nicht leicht, wer mitspielen darf. Geprobt haben das Stück noch mehr Nachwuchsmusiker, aber weil es bei dem engen Zeitplan sonst organisatorisch zu schwierig wird, dürfen nur sechs Schüler mit auf die Bühne.
Sie spielen entweder eine vereinfachte Version oder die Originalnoten. Die Bläser etwa kennen sich alle aus dem Bad Camberger Blasorchester, Woyna ist sich sicher, dass auch das Zusammenspiel mit den Profis gut klappen wird: „Sie wissen, wie Orchesterarbeit funktioniert, wie man auf den Dirigenten und auch seine Mitmusiker hören muss, damit zum Beispiel der Solist gut zu hören ist.“
Das HR-Sinfonieorchester spielt an vier Tagen an acht hessischen Schulen. Die Taunusschule wurde außerdem noch für ein Videoprojekt ausgewählt. Ein Kameramann, der ansonsten für die Hessenschau dreht, kam zum Workshop an die Schule, um sechs Schülerinnen und Schülern der Oberstufe zu coachen, die über den Orchesterauftritt ein Video für den Fernsehsender erstellen sollen. Gemeinsam übten sie die Einstellungen für Licht und Ton, bekamen Tipps für Interview-Fragetechniken und Kameraeinstellungen. „Für einen vierminütigen Videobeitrag kommen da ganz schnell mal zwei Stunden Filmmaterial durch zwei Teams zusammen“, erläutert Woyna. Deshalb muss das Film-Team vor dem Auftritt noch einen genauen Plan, ein so genanntes Storyboard, entwickeln, wie ihr Filmbeitrag aufgebaut sein soll. Sie müssen sich eine Geschichte überlegen, die sie erzählen wollen. Überlegen, wen sie dazu interviewen wollen. Geschnitten wird der Beitrag dann gemeinsam mit einem Cutter im Funkhaus des HR in Frankfurt. Genau wie der Orchesterauftritt ist die Videodokumentation gut geplant. Raum für Kreativität, wenn beim Auftritt des Orchesters etwas Spannendes passiert, bleibt dennoch. (Myriam Rompel)

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