Q3 besucht Haus der Geschichte und Regierungsbunker

Die Kopfhörer in den Ohren der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q3 knistern, aufmerksam folgen sie den Gruppenführern durch das Museum. Heute reist der Abitur-Jahrgang der Taunusschule begleitet von Frau Gernandt-Borschel und Herrn Albrecht in kleinen Gruppen zurück in das Jahr 1945 und die darauffolgende Zeit. Dafür besuchen sie das moderne Haus der Geschichte in Bonn und schauen sich danach einen der Regierungsbunker an.

 

Aufgeteilt in kleinere Gruppen werden die Schülerinnen und Schüler von kompetenten Historikern durch das Bonner Museum geführt, die zusätzliche Details zum Dargestellten (Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR) geben. So erhalten sie vielfältige Eindrücke von der damaligen Lebenssituation, wobei sie nicht nur den Unterrichtsstoff vertiefen, sondern auch viel Neues erfahren.

Mehr als ein Rückblick in die Geschichte

Allerdings bietet das Museum mehr als einen Rückblick in die Nachkriegszeit: auch aktuelle Themen wie z.B. die Flüchtlingskrise oder die Globalisierung werden anhand von Exponaten und ausführlichem Quellenmaterial aufgegriffen. Dazu kommen manche Einzelschicksale von Menschen, die bspw. an der Mauer gestorben sind. Sie werden genauer beleuchtet.

Um im Anschluss an den Museumsaufenthalt in Bonn zum so genannten Regierungsbunker zu gelangen, wird die Fahrt nach Ahrweiler fortgesetzt. Dort wandert der Abiturjahrgang der Taunussschule über einen kleinen Weg zur Einlassstelle in den Bunker, der ursprünglich einmal ein Eisenbahntunnel gewesen ist. Dieser Tunnel ist heute gleichzeitig auch Gedenkstätte, wurden hier doch während des Zweiten Weltkrieges Waffen hergestellt, die von KZ-Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald zusammengebaut werden mussten. Viele dieser Zwangsarbeiter überlebten diese Arbeit nicht.

Auch hier in Ahrweiler erhalten die Schülerinnen und Schüler umfassende Informationen von Mitgliedern des dortigen Museums-Vereins, die sowohl über die Bauweise als auch über die Funktion eines solchen Regierungsbunkers sowie das Leben im Bunker während der entsprechenden militärischen Übungen berichten konnten. Dieser Regierungsbunker war 1962 als Ausweichquartier für die Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland im Falle eines Atomkrieges ausgebaut worden. 3000 Menschen wären hier in Sicherheit – zumindest für 30 Tage – gewesen.

Neues Wissen und neue Fragen

„Erstaunlich finde ich, dass damals bereits überlegt worden ist, wie man sich vor einem atomaren Krieg hätte schützen können“, erklärt Julia Maurer. „Vor allem, dass es dieses riesige Ersatzteillager im Bunker gibt, hätte ich nicht erwartet“, fügt Vanessa Kremer hinzu. So war die Führung durch den Bunker, der heute natürlich nach Ende des kalten Krieges außer der Funktion des Gedenkens und der Information keine weitere Verwendung mehr hat und bis auf den Teil des Museums auch wieder zurückgebaut worden ist, eine neue, aufschlussreiche Erfahrung, die zu vielem neuen Wissen, aber auch zu neuen Fragen geführt hat.

Durch Videos, die während der Führung gezeigt wurden, erhalten wir zusätzliche Perspektiven und der Besuch ist dadurch abwechslungsreich gestaltet worden. Allein die Bauweise einer solchen Sicherheitsmaßnahme ist beeindruckend, doch auch das große Fachwissen, der dortigen Experten, lässt die Schüler staunen.

Die Exkursion nach Bonn und Ahrweiler ist eine gute Möglichkeit gewesen, um historisches Wissen zu erweitern und das ein oder andere Ereignis der Zeit seit 1945 greifbarer zu machen.

Durch den vielen Input haben die Schülerinnen und Schüler der Q3 zahlreiche und vielfältige Details und Eindrücke mit nach Hause genommen, die ihnen sicherlich im Gedächtnis bleiben werden. (Text: Elena Steiger, Q3)[/ffb_param][/ffb_paragraph_0]

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